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Peer-/Genesungsbegleitung im krankenkassenfinanzierten Bereich in Deutschland

Peer-/Genesungsbegleitung im krankenkassenfinanzierten Bereich in Deutschland

Menschen, die psychische Krisen erleben, empfinden das konventionelle medizinisch-therapeutische Unterstützungssystem nicht immer als hilfreich. Peer-/ Genesungsbegleitung versteht sich als ergänzendes, niedrigschwelliges Angebot für Menschen mit psychischen Belastungen. Der Peer-Ansatz stammt ursprünglich aus der Selbsthilfe und Selbstvertretung. Er geht davon aus, dass Menschen, die psychische Krisen aus eigenem Erleben kennen und bewusst reflektiert haben, ihr Erfahrungswissen nutzen können, um andere Menschen in ähnlicher Situation zu unterstützen. Sowohl in Deutschland wie international sind inzwischen Menschen mit eigener Krisen- und/oder Psychiatrieerfahrung als Peer-/Genesungsbegleiter:innen tätig. Viele von ihnen wurden durch formalisierte Trainingsprogramme auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Internationale Studien haben gezeigt, dass Peer-/Genesungsbegleiter:innen oft einen guten Zugang zu Menschen in Krisen finden und ihre Begleitung als konstruktiv, pragmatisch, „auf Augenhöhe“ (oder: gleichberechtigt) und ermutigend erlebt wird. Unsere Studie untersucht den aktuellen Stand von Peer-/ Genesungsbegleitung in Deutschland im psychiatrischen Bereich.

Die Studie ImpPeer 5 ist ein partizipatives Forschungsprojekt, das vom Innovationsfonds der Krankenkassen gefördert wird. Es wird die Implementierung von Peer-/Genesungsbegleitung im krankenkassenfinanzierten psychiatrischen Bereich in Deutschland untersucht.

Das interdisziplinäre Team aus Menschen mit und ohne psychische Krisenerfahrungen ist an zwei Standorten angesiedelt: Der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) und dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). Außerdem kooperieren wird mit dem Verein EX-IN Deutschland e.V., bei dem Genesungsbegleiter:innen organisiert sind, die die EX-IN-Weiterbildung absolviert haben, kooperiert.

Weitere Informationen zu ImpPeer 5 finden Sie unter
www.imppeer.de

Im Rahmen der Studie führt das Team am UKE eine quantitative Online-Befragung durch, für die um Unterstützung gebeten wird. Es soll die aktuelle Situation von Peer-/ Genesungsbegleitung in Deutschland evaluiert werden und herausgefunden, wie die bestehenden Angebote sinnvoll weiterentwickelt werden können. 

Bis zum 31. Juli 2022 kann unter den folgendes Links teilgenommen werden:
Für Peer-/Genesungsbegleiter:innen:
https://www.limesurvey.uni-hamburg.de/index.php/795168?lang=de
Für Nutzer:innen: 
https://www.limesurvey.uni-hamburg.de/index.php/286412?lang=de

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