Bernd Heimerl (Hg.)

Unerhörte Stimmen

Psychoanalytische Erkundungen zu gesellschaftlichen Phänomenen

Cover Unerhörte Stimmen

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Buchreihe: Imago

Verlag: Psychosozial-Verlag

177 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im Juni 2021

ISBN-13: 978-3-8379-3030-6, Bestell-Nr.: 3030

DOI: https://doi.org/10.30820/9783837977516
Unsere Gegenwart befindet sich im Umbruch: Zwischen weitreichenden humanitären Katastrophen, identitären Angriffen auf die offene Gesellschaft und pessimistischen Zukunftsvisionen drängt sich die Frage nach dem gesellschaftlichen Auftrag der Psychoanalyse, ihrer utopischen wie subversiven Kraft regelrecht auf.

Mit kulturanalytischem Anspruch zeigen die Autor*innen auf, wie gesellschaftliche Unordnung beschrieben, demaskiert und in größere Zusammenhänge eingebettet werden kann. Im Dialog mit Nachbardisziplinen und der klinischen Praxis entsteht dabei ein vielschichtiges Panorama, das grundlegende Fragen und individuelle Analysen verbindet. So unterschiedlich aktuelle Phänomene in den Bereichen Digitalisierung, Tierrecht, Sexualität oder Postmoderne auch sind – ihr gesellschaftliches Konfliktpotenzial verpflichtet die Psychoanalyse auf ihre Zeugenschaft und Verantwortung.

Mit Beiträgen von Anna Brenner, Frauke Glöckner, Janne Harnischfeger, Bernd Heimerl, Mia Neuhaus, Maximilian Römer, Kai Rugenstein und Robert Weixlbaumer

Inhaltsverzeichnis

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Unerhörte Stimmen. Psychoanalytische Erkundungen zu gesellschaftlichen Phänomenen – ein Vorwort
Bernd Heimerl

Utopie und Subversion der Psychoanalyse
Kai Rugenstein

Gebremste Beschleunigung. Über die Beziehungsgeschichte von Akzelerationismus und Todestrieb, mit einem libidinösen Umweg über Herbert Marcuse und die Postmoderne
Robert Weixlbaumer

Adoleszente Ideologiekritik. Auf der Suche nach Identität in den Social Media
Janne Harnischfeger

Verleugnung und Projektion. Reflexionen zur Feindseligkeit gegenüber Pädophilen und zur Negation infantiler Sexualität in rechtspopulistischen und gesellschaftlichen Erregungsdiskursen
Maximilian Römer

Chico Guevara – oder wann wird Tierliebe zu Menschenhass? Psychoanalytisch-sozialpsychologische Gedanken zu Querfrontbündnissen in Tierrechts- und Naturschutzbewegungen
Anna Brenner

Dr. Dolittle hat keine Katze
Frauke Glöckner

Ich bin Zeuge der Welt, die ich anschaue. Überlegungen zur psychoanalytischen Zeugenschaft
im gesellschaftlichen Kontext
Bernd Heimerl

Im Raum des Anderen. Elemente einer Ethik der Solidarität
Mia Neuhaus